2015

7. inklusives theaterfestival grenzgänger

14. bis 23. Oktober

Thikwa · Berlin SUBWAY TO HEAVEN | Maximilian Dorner, Susanne Plaßmann & Manuel Dengler · München SUZIE DIAMONDS & KÄPT’N WHEELCHAIR RETTEN DIE NACHT | Kraut_Produktion & Theater Hora · Zürich HUMAN RESOURCES | Stopgap Dance Company · Surrey UK ARTIFICIAL THINGS | Zoltan Sloboda · München I WANT TO TRAVEL FAR |Theater Apropos · München SINDS NET BÖS |BewegGrund Bern 10 x THE ETERNAL | I Can Be Your Translator · Dortmund DISPLACE MARILYN MONROE | Theater Brût · Passau MUUUH! | Sabine Münch · atelier hpca GRAB IT!

Presseschau

Münchner Merkur, 20.10.2015
Die Kluft weggetanzt

(…) Spielen und Tanzen sind unsere Ur-Instinkte. Das Recht, sie auszuleben, muss auch ein Mensch mit Behinderung haben. Wie das zu verwirklichen ist, erlebt man in München bei der bereits siebenten Ausgabe des inklusiven Grenzgänger – Festivals. Das Leitungsduo Anette Spola und Lorenz Seib, hauptberuflich die Chefs des hiesigen TamS, haben heimische, Schweizer und, soeben im i-camp gesehen, sogar eine englische Gruppe eingeladen. Lucy Bennetts Stopgap Dance Company schafft es, die „gap“ (Lücke, Kluft) mit ihrem choreografischen Kaleidoskop einfach wegzutanzen: Ein nicht behindertes Paar findet sich zu hebungsdichten Pas de deux zusammen, streunt solo aus, vereint sich mit einem präzis-präsenten Downsyndrom-Tänzer zum fließenden Kontakt-Impro-Trio, dann auch mit einer Rollstuhl-Bellerina.(…)
Malve Gradinger

Süddeutsche Zeitung, 23.10.2015
Behindert? Spielt keine Rolle

(…) Zwei Theaterstücke aus Berlin und Bern, die exemplarisch für das Grenzgänger-Festival stehen Das Münchner Grenzgänger-Theaterfestival geht an diesem Freitag zu Ende. Zehn Tage lang zeigten Produktionen aus Deutschland, England und der Schweiz, wie Künstler mit und ohne Behinderung auf der Bühne zusammenarbeiten. Zwei Beispiele dafür sind die Stücke „Subway to Heaven und 10 x The Eternal“. ….beide Produktionen zeigen , wie eine bewusste Vermischung vom „mit“ und „ohne“ Behinderung so auf der Bühne eingesetzt werden kann, dass es keine Rolle spielt, wer was hat oder eben nicht. Sie führen zu einem offenerem Umgang miteinander, weil man als Zuschauer irgendwann aufhört, das offensichtlich andere auf der Bühne zu suchen.“(…)
Christiane Lutz

SZ Extra 12.-21.10.2015
Alle Inklusive
(…) Als das Grenzgänger-Festival zum ersten Mal über die Bühne ging, war „Inklusion“ noch ein Fremdwort und selbst der bekanntere Begriff “Integration“ war vielerorts mehr Wunsch denn Realität. Gerade mal sieben Jahre ist das erst her, doch inzwischen sind die Grenzgänger von damals zu Wegbereitern von Kunst und Inklusion geworden. Eine Verbindung, die in den Augen des Festivalleiters Lorenz Seib eigentlich längst selbstverständlich sein sollte: „ Wenn Theater den Anspruch hat, die Gesellschaft abzubilden, dann war es höchste Eisenbahn für diesen Wandel.“ (…) BENA

SZ-Service 12.10.2015
Immer mittendrin
(…) Das Glatte, also das Reibungslose, ist nicht nur langweilig, es berührt auch nicht mehr. Etwas, das reibt und irritiert, löst etwas aus: Ob Befremden, ob Gefühl – es passiert etwas mit einem. Das inklusive Theaterfestival „Grenzgänger“ will genau das: aufrütteln, irritieren und damit berühren. Zum siebenten Mal findet es nun statt. Und gibt Menschen mit Behinderung den Raum für Kreativität und Menschen ohne Behinderung die Erfahrung , wie inwendig die Kollegen auf der Bühne sind, wie frei von vorgefertigten Strukturen. (…)OLE

Süddeutsche Zeitung Kultur 14.10.2015
(…) “Die Presse war ratlos, das Publikum spärlich”, berichtet Festivalleiter Lorenz Seib von den Anfängen. Doch die Initiatoren blieben standhaft und leisteten damit Pionierarbeit. Neun Produktionen aus Deutschland , der Schweiz und zum ersten Mal aus Großbritannien sind zu Gast, die mit der Frage nach Identität spielen, über Zusammengehörigkeit und das Anderssein reflektieren. Nachdenklich, nahegehend und urkomisch ist das, die Handicaps rücken in den Hintergrund. Seib: “In erster Linie spielen auf der Bühne keine Schauspieler mit Behinderung, sondern Künstler”. (…)BENA

Münchner Feuilleton Okt. 2015
Unerwartete neue Welten
Bei den inklusiven Theatertagen Grenzgänger im TamS beweisen behinderte Darsteller ihre Professionalität
(…) Festivals und Häuser wie Kammerspiele öffnen sich inzwischen für Gastspiele, aber einen passenderen Spielort als das verwunschene Schwabinger Hinterhoftheater im ehemaligen Tröpferlbad kann man kaum finden.(…) Gabriella Lorenz

 

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