Dienstag 20. März 2018 | 19.30 Uhr

Michael Turinsky, Wien

“heteronomous male

Soloperformance

Ort: HochX

Michael Turinsky “heteronomous male”

Was mag es, vor allem in kinästhetischer Hinsicht, bedeuten, ein Mann zu sein und zugleich fremdbestimmt durch Abwesendes? Spielerisch changierend zwischen der Eigengesetzlichkeit des behinderten Körpers einerseits und der Gesetzeskraft von Choreografie und Sozietät andererseits, schwankend zwischen Eros und Hilflosigkeit, zwischen der Position des Kindes und der des erwachsenen Mannes, oszillierend zwischen Ernst und Ironie, zwischen Sinnlichkeit und Intellektualität, erkundet Michael Turinsky in heteronomous male die grundlegenden identitätsbestimmenden Achsen desjenigen Feldes, auf dem er sich als behinderter Mann und Tänzer bewegt.

 

Michael Turinsky lebt und arbeitet als Choreograf, Performer und Theoretiker in Wien.
Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, dessen spezifischem In-der-Welt-sein, seinem Verhältnis zu Zeitlichkeit und Rhythmus, Affekt und Affektproduktion, Geschlecht und Sexualität, Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit, und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik.

Choreographie/Tanz/Bühne/Text Michael Turinsky
Musik Ben Frost
Kostüm Devi Saha

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